Die weisse Rose - mit Vera Bolten & Alex Melcher

Shownotes

Vera Bolten und Alex Melcher haben in den letzten sieben Jahren ihr Musical “Die weisse Rose” geschrieben und es letztes Jahr so erfolgreich inszeniert, dass sie sieben Deutsche Musical Theater Preise gewonnen haben. Eine Erfolgsgeschichte, die viel Mut, Zeit und Hingabe gefordert hat, wie die beiden in dieser Folge berichten. Außerdem sprechen wir darüber, wie & warum der Stoff um die bekannteste Widerstandsgruppe zur Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland auch als Musical funktioniert, was die beiden motiviert, wie das ist, so ein Musical zu verfassen und ganz am Ende teasern die beiden noch den nächsten großen Schritt für das Stück - stay tuned! (#CD)

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Das Musikvideo zum Titelsong (der Jana nicht mehr aus dem Kopf geht) findest du hier

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Transkript anzeigen

00:00:07: Willkommen in meiner Musical Masterclass.

00:00:09: Ich bin Jana, riesengroßer Musical-Fan und in diesem Podcast geht es um All Things Musical – das heißt Stücke aber auch die Analyse derer, die Komponistinnen, die Inszenierungen, Dramaturgie, Musik Alles was dazu gehört.

00:00:23: Mit meinen wechselnden Gästen tauche ich deshalb immer zu einem Stück oder zu einem Thema besonders tief ein und möchte dir damit das Genre Musical noch näher bringen.

00:00:31: Schön, dass du dabei bist!

00:00:33: Und jetzt viel Spaß mit dieser Folge von Janas Musical Masterclass.

00:00:44: Er fürcht dich.

00:00:46: Niederkniel!

00:00:47: Ich freue mich so sehr, dass sie zugesagt haben.

00:00:49: Das sag ich jede Woche aber ich freu mich wirklich sehr.

00:00:51: Ich hab ganz wen Freundinnen erzählt... Wow du weißt gar nicht wer jetzt nächstes in meinen Podcast kommt?

00:00:57: Ich hatte es ja schon angeteasert Heute sind Vera Bolton und Alex Melcher bei mir.

00:01:02: Eigentlich ist es unnötig die beiden vorzustellen wenn man nur ein bisschen sich mit Musical auskennt Aber ich fass trotzdem nochmal kurz die Vita von beidem zusammen.

00:01:10: Spannend ist, dass Vera an der UDK in Berlin gelernt hat.

00:01:13: Sie ist auch Musical-Darstellerin ausgebildete und dann der Udk lernt.

00:01:16: ja Pascal den wir hier vor ein paar Folgen hatten Und sie hat seit der Ausbildung alles gespielt was man so spielen kann glaube ich.

00:01:24: Ein kurzer Auszug Cabaret Limés das Wunder von Bern Himmel & Köln die Tagebücher von Adam und Eva einen Schatz Den ich euch wirklich nur ans Herz legen kann mal reinzuhören.

00:01:34: Vielen natürlich bekannt sicher aus Viva Rock U bei dem wir sie auch auf dem Cast Recording aus Köln finden.

00:01:40: Außerdem sammeln sie schon seit Jahren Erfahrung in der Regie und hat deshalb nicht nur Auf-der-Bühne, sondern eben auch als Regisseurin oder Regieassistentin – auch als Dozentin für Lied in der Pretation an der Volkvang-Universitäts – viel Erfahrung gesammelt.

00:01:53: Alex, ihr Ehemann!

00:01:54: Der ist schon so lange auf den deutschsprachigen Musicalbühnen unterwegs.

00:01:59: Er ist zum Beispiel gewesen der original alternierende Alfred bei der Uraufführung vom Tanz der Vampire in Wien.

00:02:06: What?

00:02:08: Er hat schon... ...hintem Horizont Bad Out Of Hell.

00:02:19: Jess!

00:02:20: Aber auch Elisabeth und natürlich Riverrocchio, hier finden wir ihn auch auf dem Cast Recording.

00:02:25: ist uns vielleicht auch schon mal in der AD Sportshow oder bei anderen Werbe-Jingles untergehen.

00:02:36: Und die beiden sind heute da nicht um über ihre tollen Karrieren zu sprechen, bei dem ich mit beidem von ihnen jeweils mindestens eine Stunde hätte füllen können sondern sie sind da, um über ihr eigenes Stück zu sprechen.

00:02:47: Die beiden haben die weiße Rose das Musical geschrieben.

00:02:50: Wie der Name ganz direkt sagt geht es um die bekannteste deutsche Widerstandsgruppe zur Zeit des Dritten Reichs.

00:02:57: Es spielt zwischen.

00:03:01: Wir begleiten also die Hauptcharaktere dieses Widerstands, wobei hier im Zentrum bestimmt Sophie Scholl steht.

00:03:08: Während dem Erwachsen werden in dieser Zeit und wie es auch so oft ist in der Jugend findet man seine Werte und wie man sich dann eben politisch positioniert.

00:03:16: Dieses Stück ist nicht nur deswegen weil das ein gerade in diesem Zeit vom Aufschwung der rechten Kräfte wichtiges Thema behandelt sondern auch weil es letztes Jahr in sieben Kategorien den Musical Theaterpreis gewonnen hat nämlich für Lichtdesign, musikalisches Gesamtbild, Choreografie, Regie, Buch, Liedtexte und als bestes Musical.

00:03:38: Es ist also eine echte Perle die jetzt im Sommer nochmal auf Tour durch Deutschland geht und deswegen möchte ich diese Podcast-Folge diesem Stück und den AutorInnen widmen und begrüße sie jetzt ganz herzlich!

00:03:50: Und sage willkommen in meiner Musical Masterclass.

00:03:54: Liebe Vera, lieber Alex!

00:03:55: Vielen Dank!

00:03:56: Ja danke schön.

00:03:56: Ich muss ja gestehen ich bin total aufgeregt weil im meinem Kinderzimmer lief natürlich die VivaRocchio-Cast Aufnahme und da seid ihr beiden drauf und das ist jetzt so als würde man irgendwie Tokyo Hotel treffen irgendwie zwanzig Jahre später.

00:04:10: für mich Cool!

00:04:13: Sehr gut, da sind wir ja auch direkt aufgeregt.

00:04:16: Wir haben mit euch

00:04:16: groß geworden.

00:04:17: Ja das war eine spannende

00:04:19: Zeit.

00:04:21: Aber kein Grund zur Aufregung.

00:04:23: Danke es geht inzwischen etwas besser.

00:04:25: ich bin vielleicht nicht mehr so schlimm wie ich mit vierzehn reagiert hätte aber ich freue mich sehr auch dass ihr jetzt über was ganz anderes sprecht als dass ihr als Darsteller eben arbeitet.

00:04:35: Ich stelle aber alle Gäste und Gästen erstmal Schnellfragerunde vor, das heißt ihr sollt spontan und zügig antworten.

00:04:42: Ich mach' das jetzt einmal im Wechsel sonst verliern wir bestimmt schon eine Stunde da mit euch vorzustellen.

00:04:48: Spontan!

00:04:49: Das ist am Anfang schon die schwierigste Aufgabe für mich.

00:04:52: Das ist der Eisbrecher.

00:04:54: danach ist alles einfacher glaube ich.

00:04:56: Sehr gut.

00:04:56: Dann darf Vera anfangen wenn Alex noch ein bisschen aufgeregt ist.

00:04:59: Vera was war das erste Musical dass du je gesehen hast?

00:05:01: Ich würd sagen My For Lady.

00:05:03: Sehr Gut.

00:05:04: Alex du kriegst dafür jetzt die schwierigere Frage Was is dein liebstes Musical?

00:05:08: Es darf auch gelten zur Zeit, wenn du dich... das ändert sich ja meistens auch so ein bisschen.

00:05:13: Kommt spontan!

00:05:15: Ja, spontan hat mich glaube ich nachhaltig rent am meisten über den Fluss.

00:05:19: Hast

00:05:20: du auch schon mal gespielt?

00:05:21: Habe ich ja.

00:05:22: Ah,

00:05:23: traumhaft!

00:05:25: Vera was ist deine schönste Erinnerung die Du mit Musical verbindest?

00:05:29: Das darf auf der Bühne passiert sein aber auch dahinter oder im Publikum vielleicht auch?

00:05:34: Ich bin so lang schon, aber ich habe so viele tolle Erinnerungen.

00:05:39: Jetzt bin ich auch spontan.

00:05:41: Die letzte Vorstellung vom Wunder von Bern im Tade, als wir zum Finale auf die Bühne sind und wir waren eben diese Familie Lubanski und wir mussten alle gleichzeitig zum Schlusskorps auf die bühne gehen und wirklich alle waren Tränen überströmt.

00:05:54: das war doch ein sehr intensiver Moment und es war insgesamt eine tolle Zeit.

00:06:00: aber dieser Moment der ist wirklich intensiv und da kriege ich ne kleine Gänsehaut wenn ich jetzt dran denke Ist eben doch manchmal schwer loszulassen.

00:06:08: Na klar, gerade weil Theater ja einfach auch so vergänglich ist ne?

00:06:11: Das ist das Schöne und das Schmerzhafte da dran.

00:06:14: Alex, du hast glaube ich schon wieder eine schwere Frage.

00:06:16: Kennst Du ein Musical Fun Fact irgendwas dass Du denkst ach das ist so lustig aber das weiß eigentlich niemand oder so

00:06:23: Über mich

00:06:24: über Dich über einen Stück über einen Autor an.

00:06:27: Ich sag immer als Beispiel Andrew Lloyd Webber und Steven Sondheim haben am gleichen Tag Geburtstag.

00:06:34: Nein, ist auch eine valide Antwort.

00:06:39: Vielleicht kommen wir ja noch drauf.

00:06:41: Ich frag nachher natürlich auch ein bisschen zu eurem Stück, vielleicht kommt da noch irgendwas raus im Sinne von.

00:06:44: das hatten wir ganz anders geplant.

00:06:46: Vera gibt es was, was dich auch stört am Musical?

00:06:49: Es ist auch manchmal so ein bisschen dass es gerade nach außen immer so Friedefreude Eierkuchen ist und die tolle Musical-Welt.

00:06:55: aber es gibt vielleicht auch noch etwas, was wir verbessern könnten.

00:06:58: Achso naja mich stören eher die Vorurteile gegenüber Musical beziehungsweise diese Trennung, die wir in Deutschland sehr klar vollziehen, E und U. Und Schauspiel, Opera, Musical – für mich sind die Grenzen dafür fließender.

00:07:13: und dieses Voneinander abschirmen oder auch da Grenzen ziehen von den verschiedenen Genres, das nervt mich oft!

00:07:22: Zusammenhang jetzt mit unserer Produktion, mit diesem ernsthaften Thema am Anfang dann auf diese Vorurteile gehört oder zu spüren bekommen.

00:07:31: Dass man denkt ein ernsthaftes Thema kann man das denn überhaupt mit Musical behandeln?

00:07:36: und ja diese Sichtweise auf Musical als reine Unterhaltung Also es wird ja oft mit Show verwechselt und das geht mir oft echt sehr auf dem Wecker.

00:07:50: Und da muss man viel Aufklärungsarbeit leisten, ich hoffe dass das immer besser wird und dieses Vorurteil sich immer mehr abbaut.

00:08:01: Ja Katz ist nur die Spitze des Eisbergs sozusagen!

00:08:05: Aber sagen auch einige Gäste schon gesagt, also auch so na das nächste normal rent gehört da für dich auch schon dazu was in deutschen glaube ich immer noch gar nicht so bekannt ist dass eben musical viel mehr.

00:08:13: Themen auch behandeln kann und auch dramatisch sein darf.

00:08:16: ja es gibt ja auch viele musikals die dieses zeigen kabari western story auch im dieser rabel auch diese auch super star.

00:08:23: ich meine es ist auch kein fröhliche thematik.

00:08:26: also gibt ja durchaus musikal wo das so ist, aber dass nehmen die Leute dann irgendwie nicht so wahr und haben trotzdem ihre Vorurteile.

00:08:33: Also der Satz ich mag ja eigentlich kein Musical Aber mein Gott wie oft hört man den?

00:08:38: Wo ich dann denke lasst es doch einfach weg

00:08:40: Ja verstehe ich voll Alex was ist sein derzeitiger musical Ohrwurm?

00:08:44: Ich weiß nicht ob du privat auch musical hörst Aber ist irgend sowas was dir gerade nicht mehr aus dem Kopf geht?

00:08:50: Was mir gerade Nicht mehr Aus dem Kopf Geht Ist unsere eigene Musik zu der weißen Rose, weil ich rund um die Uhr im Studio sitze.

00:09:00: Um die CD, die wir gerade produzieren fertigzustellen.

00:09:05: Das ist doch schon mal ein Fun Fact!

00:09:06: Ihr produziert jetzt ein Album und das wäre auch noch eine Frage von mir gewesen.

00:09:10: Aber dann kannst du dir vorstellen dass ich sie Musikerade wirklich für zwanzig Stunden lang in den Ohren habe.

00:09:17: Es sei denn nicht unterbreche das gerade einmal für ein Podcast.

00:09:20: aber Jetzt momentan und du fragst mich ja gerade, nachdem jetzt dann ist gar keine Zeit um was anderes zu hören.

00:09:30: Ja

00:09:31: da kann ich vielleicht mit einem kleinen Kompliment starten.

00:09:33: seit ich mich vorbereitet habe auf dieses Interview lässt mich nämlich auch eine Melodie von euch die man gibt glaube ich das Musikvideo war auch in jeder Pressekonferenz führt ihr das glaub ich auf.

00:09:43: Die weiße Rose lässt euch keine Ruhe.

00:09:45: und genau diese Phrase mit der Melodie, die erfüllt so sehr das was sie aussagt.

00:09:50: Es lässt mir keine Ruwe.

00:09:51: die Melodie man singt das immer wieder Und es war vielleicht auch so ein bisschen die Intention dieses Songs dass man den mitnimmt.

00:09:57: Ja

00:09:58: Aufgabe erfüllt ja Das schon.

00:10:01: also das war in diesem Song und dieser Hochlein war das War das schon gewollt, dass das auch von der Melodie im Kopf hängen bleibt und dadurch zugänglich ist.

00:10:17: Auf jeden Fall!

00:10:18: Und es ist so ein schönes... ich weiß gar nicht wie man das nennt so lautmalerisch quasi ne?

00:10:21: Wenn die Musik das ausdrückt was der Text sagt habt ihr sehr gut gelöst an dieser Stelle.

00:10:27: Der Alex hat das gut gelösst.

00:10:29: Sehr gut genau du hast die Musik gemacht wäre Regie und die Texte.

00:10:33: Ich versuche ein bisschen Fragen darüber hinauszustellen, was ich schon so gelesen habe über ihr Stückes.

00:10:38: Sehr

00:10:39: gerne!

00:10:39: Weil das haben wir ja auch schon alles erzählt.

00:10:42: Genau.

00:10:43: Ich versuche aber gleichzeitig die Zuhörerinnen ein bisschen abzuholen, die das vielleicht jetzt nicht alles konsumiert haben.

00:10:49: Schauen wir mal wie tief wir reingehen können?

00:10:52: Die erste Frage ist natürlich immer so, braucht man noch einmal so viel Sholblah-Blah diese Geschichte?

00:10:57: Das glaube ich, die Frage brauchen wir uns nicht stellen.

00:11:00: Vielleicht die Frage, was lernen wir denn noch Neues?

00:11:03: Also wir kennen diese Handlung und haben das irgendwie auch im Unterricht behandelt.

00:11:08: Man sieht es immer wieder in Ausstellungen oder so.

00:11:10: aber ich habe zum Beispiel eine Recherche gelernt dass Sophie Scholle und ihre Bruder auch In der Hitlerjugend waren.

00:11:16: am Anfang

00:11:17: Das wusstest du gar nicht!

00:11:19: Das wusste ich bis dahin noch nicht.

00:11:21: also gibt es noch Dinge wo ihr die Geschichte quasi etwas erweitert, damit dass ihr sie nochmal erzählt und die das noch erzählenswerter machen.

00:11:29: Also ich

00:11:29: glaube du hast es eigentlich fast selber gerade schon beantwortet?

00:11:32: Du hast selber gesagt ah Sophie Scholl!

00:11:35: Und das haben wir doch alle im Unterricht schon gehört so.

00:11:37: Also erst mal glaube ich nicht, dass so viele das im Unterrecht gehört haben.

00:11:41: heutzutage also wir hatten mit Lehrern Gespräche in Bayern.

00:11:45: Die haben gesagt Sie haben zwei Schulstunden Zeit für Widerstand um Wider- stands Camper zu thematisieren, überhaupt über Widerstand im Dritten Reich zu sprechen.

00:11:56: Ich glaube schon dass sich das auch verändert hat vielleicht seit du zur Schule gegangen bist.

00:12:01: und es machen auch da braucht man schon engagierte Lehrer.

00:12:04: Das erst mal als erste Sache.

00:12:05: Es gab auch in unserem Umfeld noch Leute die meinen, die weiße Rose was ist das nochmal?

00:12:10: Das sie gar nicht direkt ins Zusammenhang gebracht haben.

00:12:12: also insofern das mal vorangestellt.

00:12:16: und ja Sophie Scholl kennen viele.

00:12:19: Hans Scholl ist dann auch noch im Begriff.

00:12:21: Aber kanntest du auch Christoph Probst, Alexander Schmurrell, Willi Graf und Prof.

00:12:25: Kurt Huber?

00:12:26: Und in der Weiterführung dann auch nog Hans Leipelt, der dann auch nach dem Tod der sechs Flugblätter weiterverbreitet hat, auch hingerichtet wurde.

00:12:34: Diese Menschen sind überhaupt nicht so bekannt!

00:12:38: Das war auch ein Ansatz also... Da haben wir auch schon oft drüber gesprochen.

00:12:41: Am Anfang war auch unsere Idee, naja... Wir müssen uns auf eine Person konzentrieren!

00:12:47: Natürlich war auch dann Sophie erstmal im Fokus.

00:12:50: aber ich habe so viel gelesen und wir wurde so schnell klar Nein, wir müssen jedem Raum geben Und gerade in der Flugblattarbeit.

00:12:58: Alexander Schmurell und Hans Scholl haben die ersten vier Flugblätter alleine verfasst Die anderen kamen erst für den letzten Flugblättern dazu.

00:13:05: All diese geschichtlichen Fakten wissen sehr wenige.

00:13:11: oder was wissen viele nicht und deshalb um das zu beantworten gibt es natürlich ganz viel, was man dann noch neu entdecken kann.

00:13:17: Wir haben versucht es wirklich sehr chronologisch nachvollziehbar zu erzählen.

00:13:22: und ja was du auch gesagt hast dass die am Anfang noch von dieser neuen Bewegung sag ich jetzt mal in Deutschland von der Hitlerjugend von dieser Gemeinschaft die da auch gezeigt wurde erst einmal sehr angetan waren und dachten sie tun was Gutes für Deutschland und nach und nach erst gemerkt haben Nein, hier stimmt was nicht.

00:13:41: Das ist auch vielen nicht bekannt!

00:13:43: Man denkt ja immer direkt an die Widerstandskämpfer.

00:13:45: aber genau und deshalb glaube ich es ganz viel zu entdecken und zu erfahren Diskussionsgrundlage, Austausch das ist einfach... Es ist uns sehr wichtig und steht im Vordergrund.

00:13:58: Ich glaube nach der Frage nach dem Brauch ist noch ein Stück über.

00:14:03: Muss jeder für sich selber?

00:14:05: beantworten.

00:14:07: Wir haben dieses Stück in erster Linie für uns geschrieben, weil uns das wichtig war und wir das auch gebraucht haben.

00:14:15: gerade jetzt auch wie sich die Zeiten entwickelt haben wird es umso wichtiger und ich glaube wenn uns das Wichtig ist dann gibt es genügend Menschen denn dass auch wichtig ist.

00:14:27: daher ja muss jeder für sich selber auch

00:14:31: eine superlegitime Antwort.

00:14:34: Ihr habt auch gesagt oder ich hab's irgendwo gelesen, dass ihr auch Vorbilder liefern wollte?

00:14:37: Du hast gerade gesagt ne so ein Gedanke ist bei den Protagonisten von euch erst mal gereift.

00:14:42: jetzt habe ich mich gefragt kann man dieses Vorbildern liefern?

00:14:44: es geht kann man natürlich sehr direkt sehen Widerstand gegen etwas das mir nicht gefällt.

00:14:50: aber wollt ihr vielleicht auch ihr sprecht ja auch viel junges Publikum an ihr habt Schülerinnenvorstellungen wollt ihr auch vorbild sein im Sinne von Schau mal, Musical kann sowas zeigen.

00:15:00: Wir hatten es jetzt am Anfang, musical kann mehr sein oder du kannst das schaffen?

00:15:03: Wir hatten diese Idee, Alex ... Ich hab gehört, du hast siebenundneinzig den ersten Gedanken gehabt und jetzt ist es irgendwie dreißig Jahre später.

00:15:10: Kann man das noch ein bisschen weiterfassen dieses Vorbild sein oder ging's euch wirklich drum?

00:15:15: Wir wollen die Geschichte zeigen uns ist die wichtig Und wir hoffen Es gibt einen Publikum, dass das auch so sieht.

00:15:19: Oder als Vorbild auch Musical kann das schaffen und gerade die jungen Leute, die wir ansprechen, die sollen sehen, dass dieses Medium auch funktioniert und modern ist.

00:15:27: Ich glaube, das baut sich darauf auf.

00:15:31: Das hat also natürlich damit zu tun wie ich in dieses Genre gekommen bin, meine Leidenschaft zur Musik auch eben Musik in Verbindung mit Theater gefunden habe und für mich ist es einfach ganz naheliegend wenn ich ein Stück dann schreiben oder vertunen möchte, dass ich in diesem Genre lande.

00:15:53: In dem ich mich am besten auskenne und das Gefühl habe da mit diesem Genere kann ich das am besten austrücken.

00:16:01: Dass wir jetzt gerade in Deutschland was auch immer noch zusätzlich so ein bisschen in dieser Beweistituation sind, was Musical auch kann um das zu zeigen kam natürlich irgendwann dazu und war uns auch wichtig, es zu zeigen.

00:16:23: Aber in erster Linie war natürlich wichtig wie können wir diese Geschichte respektvoll und adäquat umsetzen und diesen ganzen Thema gerecht werden mit diesem Genre?

00:16:38: Ja, wenn du nach Vorbildern fragst ist ganz klar da ging es uns nicht darum.

00:16:42: Vorbild für irgendwie Musicalschaffende zu sein oder vieles, da ging das wirklich ganz klar um Vorbilder in Bezug auf Haltung und Zivilcourage.

00:16:54: Ich überdenke meine Position noch mal.

00:16:56: Es ist nicht so, dass wir sagen, nehmt euch die als Vorbild, die sind gestorben für ihre Überzeugung.

00:17:01: Ich denke soweit kann und darf es ja gar nicht gehen.

00:17:06: Und ich glaube das muss man auch diesen Mut von keinem erfragen.

00:17:13: Darum geht es natürlich nicht, sondern es geht darum zu sehen, dass Menschen bereit sind, ihre Positionen zu hinterfragen nochmal neu zu denken, durch neue Informationen von dem was sie bisher gedacht haben vielleicht auch abzurücken anderen zuzuhören und damit immer wieder ihren Standpunkt zu verifizieren irgendwie.

00:17:37: Und ich glaube das ist gerade in der jetzigen Zeit unheimlich wichtig.

00:17:40: es so leicht sich in der eigenen Bubble immer wieder die eigene Meinung bestätigen zu lassen

00:17:46: Ja,

00:17:46: kann man machen.

00:17:47: Aber dann muss man auch damit rechnen dass man einseitig eine einsatige Meinung hat das die Meinung die man hat angreifbar ist.

00:17:56: gut das stört einem vielleicht nicht je nachdem wenn man das bewusst wählt.

00:18:00: aber der richtige Weg denke ich es immer wieder zu überdenken bin ich noch.

00:18:07: Steh ich noch richtig?

00:18:08: Stimmt das noch, was ich gedacht habe.

00:18:10: Gibt es neue Informationen?

00:18:11: und dafür offen zu bleiben?

00:18:13: Und Menschen die das tun bewundere ich sehr!

00:18:15: Das zeigen wir natürlich anhand von Sophie und Hans, die waren wirklich sehr engagiert in der Hitler-Jugend und haben nach und nach gemerkt, hier stimmt etwas nicht und haben sich dann aktiv abgewandt.

00:18:26: dazu gehört sehr viel Mut und diesen Mut dafür ein Vorbild zu liefern.

00:18:34: vor allem mit Vorbild gemeint.

00:18:37: Ja, finde ich auch ein sehr schönen Gedanken kann ich auch nur unterstützen das geht ja auch gerade den politischen anderen Diskussionen immer wiederum dass das einfach verloren geht diese einfach diese aufrichtige Diskussionskultur und das ist vielleicht auch in Ordnung wenn du und ich eine andere Meinung haben, aber wir uns trotzdem auch drüber überhaupt noch austauschen.

00:18:52: Und dass wir uns eben nicht in diese Babel verkriegen?

00:18:54: Genau das man sich überhaupt noch austauscht.

00:18:56: Wie leicht ist es zu sagen oh die haben so ne mal mit denen redig gar nicht da redigt gar nicht mehr mit dieser diese und dann entstehen Grüppchen entstehen Grenzen dann Parallelgesellschaften Dann wir müssen eine Gesellschaft sein für uns alle irgendwo einstehen.

00:19:15: Klar, es werden immer Ausreißer da sein.

00:19:17: Aber das darf einfach nicht in diesem großen Maße sein wie man jetzt gerade die Befürchtung hat.

00:19:23: Das ist doch passiert!

00:19:24: Ich gehe noch mal über zur Entstehungsgeschichte von eurem Stück.

00:19:27: Man findet immer wieder dass ihr so sieben Jahre ungefähr daran gearbeitet habt.

00:19:31: aber die erste Idee die stand schon sieben und neunzig.

00:19:34: seid ihr denn jetzt fertig?

00:19:35: Und könntet sagen ah das waren sechs Jahre und jetzt ist nur das siebte Jahr weil wir jetzt nochmal spielen oder verändert sich euer stück noch.

00:19:46: Wir haben uns Zeit gelassen und wir haben eine Lesung gemacht, da haben wir dann noch mal hinter das Ding verändert.

00:19:51: Wir haben Workshop gemacht und nochmal Dinge angepasst und verändert.

00:19:54: Und wir haben uns Feedback eingeholt von der weißen Rose Stiftung, von Angehörigen, von Menschen die sich auskennen mit der Thematik.

00:20:01: Wir bekommen natürlich auch Zuschauerfeedbacks.

00:20:04: Wir sind jetzt an dem Punkt, dass wir sagen unser Stück ist so fertig.

00:20:09: Natürlich ist es beim Verlag, man kann es ja auch spielen.

00:20:12: Theater können das spielen wenn dann jemand mit einer Anfrage oder Idee käme.

00:20:17: wir sind immer offen für künstlerischen Austausch aber dass unsere Arbeit ist jetzt erst mal getan.

00:20:23: Das Stück ist so fertig und steht Und da gehen.

00:20:26: bei

00:20:26: uns geht es eigentlich immer eher um gewisse Details die natürlich noch ein Stück ist nie wirklich fertig, vom Gefühl her.

00:20:39: Auch in meiner Musik höre ich immer wieder Sachen oder Dinge in der Kleinigkeit noch nicht mehr.

00:20:44: Das könnte man noch verbessern und da könnte man doch genauer sein.

00:20:48: Aber das ist Detailarbeit.

00:20:50: Also dass das Stück an sich so wie wir das entwickelt haben und wir haben hier wirklich lange daran gearbeitet auch von dem Feedback, das wir gekriegt haben und von den Reaktionen haben wir gemerkt es funktioniert so Funktioniert so wie wir es uns vorgestellt haben und das ist auch das Grundgerüst, das Fundament.

00:21:12: Da gibt es natürlich da immer noch Möglichkeiten.

00:21:14: Ja und was jetzt kommt, ist natürlich auch Interpretation.

00:21:16: also ich bin total gespannt auf andere Regisseurinnen die das Stück vielleicht auf die Bühne bringen, andere Theater.

00:21:23: wir werden jetzt zum ersten Mal unser Stück als Schulaufführung sehen.

00:21:28: ein Münchner Gymnasium, das Wittelsbacher Gymnasiums macht das als Schulproduktion und da werden wir hinfahren uns das natürlich angucken.

00:21:37: dass sind das wird für uns natürlich ein ganz besonderer Moment werden.

00:21:42: Also, das ist natürlich toll.

00:21:44: Wie schön auch, dass ihr euch die Zeit nehmt ... Ja, dahin zu fahren!

00:21:48: Ich hab in der Schule gespielt und dann kam der Autor von dem Buch, den wir auf die Bühne gebracht haben.

00:21:51: Da sind wir als Schülerinnen natürlich vor Stolz fast explodiert und vor Aufregung.

00:21:57: also ich glaube, das wissen die Schülerinnen bestimmt sehr zuschätzen, dass sie da kommen.

00:22:01: Ja, ich mein du musst dir vorstellen oder es ist dieses Stück ... Das ist ein Stück, das zu uns kam.

00:22:09: Also wir kamen nicht zu diesem Stück.

00:22:11: Wir haben nicht gesucht was können wird.

00:22:15: Es hat sich entwickelt und es war irgendwie klar dieses Stück...

00:22:19: Macht ihr?

00:22:19: Darüber wollen wir schreiben.

00:22:21: Das wollen wir auf die Bühne bringen.

00:22:23: Und uns war ganz klar dass das wahrscheinlich ein großes Risiko ist und also es war keine kommerzielle Entscheidung.

00:22:34: Und daher, wir haben uns intensiv damit befasst.

00:22:36: Es ist eine Thematik die uns wahnsinnig wichtig ist und deshalb ist uns auch dieses Stück so wichtig.

00:22:45: Ich glaube da wenn das möglich ist, dann nehmen wir uns gerne die Zeit!

00:22:50: Und im Endeffekt ist ja auch... Deshalb finden wir es so toll, dass das Schulen das machen.

00:22:55: Man kann beim Verlag als Schulaufführung also wenn jetzt Lehrerinnen das hören und eine Musical oder Theater AG haben Musik und Bühne ist unser Verlag.

00:23:03: Das ist extra so angelegt, dass man das als Schulaufführungen machen kann.

00:23:09: Wir sind da offen für Austausch und ehrlich gesagt ist es schon so, wenn sich Schülerinnen ein halbes Jahr lang mit der Thematik befassen dann ist eigentlich schon das Ziel erreicht.

00:23:21: Selbst wenn die Aufführung dann hinterher, wenn es da nur einer auf geht oder gar nicht zur Auffführung käme, dass aber diese Beschäftigung damit... Das ist uns ja so wichtig und deswegen auch die Schulaufführungen im Vormittagsbereich, die übrigens sehr gut laufen.

00:23:35: also das sind wirklich die Vorstellungen auf unserer Tour, da sind einige Städte schon komplett ausverkauft.

00:23:42: Auf der einen Seite freut uns das natürlich, dass wir da viele Schülerinnen erreichen werden.

00:23:49: Ist das natürlich so, dass auch darin begründet ist?

00:23:51: Wäre es schön noch mehr Erwachsene nennen

00:23:53: zu arbeiten.

00:23:55: Da arbeiten wir noch dran!

00:23:56: Genau nein, das meine ich aber nicht.

00:23:57: Ich meinte auf der anderen Seite wäre es natürlich schön die Lehrer hätten nicht das Gefühl sie müssten dringend sich mit dieser Thematik beschäftigen weil in unserer Gesellschaft die Entwicklung gerade so ist... Das ist wichtig ist, dass wir uns an unsere Geschichte erinnern, weil es vielleicht droht, dass sie sich wiederholt

00:24:14: wenn ich

00:24:14: jetzt mal ganz plump ausdrücke oder auf jeden Fall entteilen oder Anfänge und deswegen, ja das ist immer so ein bisschen zwiespältig.

00:24:24: Auf der einen Seite gut dass viele Interesse haben auf der anderen Seite wäre es natürlich gesellschaftlich schöner als wir so was alle sagen würden.

00:24:31: Haben

00:24:32: wir hinter uns?

00:24:33: Ja.

00:24:33: Brauchen wir nicht!

00:24:34: Wir erinnern...wir haben's hinter uns.

00:24:35: Es ist absolut nicht mehr aktuell, dass wir daran denken müssen und das ist angekommen.

00:24:41: Ich würde sagen wir haben hier auch wirklich also guten Grund besorgt zu sein Ja.

00:24:46: Wenn man bestimmte Zeichen sieht, wie stark man das jetzt nun bewertet oder nicht bewertete ist eine andere Sache aber es ist ja noch nicht so lange her und es gibt einfach so viele Parallelen die Grund genug sind dass man besorgt ist

00:25:03: und dass man sich damit beschäftigt.

00:25:05: deshalb ist uns auch der Austausch wichtig.

00:25:08: Also es soll jetzt nicht Bewerbung klingen, aber wir bieten auch immer eine Einführung an bei den Vorstellungen.

00:25:15: Auch bei den Abendvorstellungen, nicht nur bei den Schulvorstellungs- und ein Nachgespräch.

00:25:20: Nicht in allen Vorstellungs-, aber man kann auf der Toursite sehen wann ein nachgesprich angeboten wird weil uns eben der Austausch auch so wichtig ist.

00:25:29: das Feedback vom Publikum Aber auch der Austauch über Besorgnis, über den Status quo.

00:25:35: Wir haben entfüßen Erfahrung gemacht, dass viele Menschen auch das Bedürfnis hatten was dazu zu sagen und über ihre Sorgen vielleicht auch zu sagen die sie gerade haben.

00:25:45: Und das ist auch ein wichtiger Aspekt nicht nur so Vorstellungs vorbei geht nach Hause sondern es macht die Möglichkeit hat sich vielleicht mit Gleichgesinnten oder Menschen die gerade das Gleiche erlebt haben über die momentane

00:25:58: Lage auszuschauen.

00:25:59: Was dann diese eine Theatervorstellung einfach oder in einem auslösen kann.

00:26:04: Manchmal ist man total euphorisch, aber es darf was anderes auslöschen.

00:26:08: Ich gehe trotzdem noch zu dem schöneren Teil über.

00:26:11: Wir waren beim Entstehungsprozess, ihr hattet ein Reading und Workshop, dann wart ihr auf dem Oberfringe-Festival ... Genau!

00:26:17: Wann habt ihr zum ersten Mal da gesessen?

00:26:20: Und euer Stück gesehen?

00:26:22: wahrscheinlich von den Darstellenden, die in dem Moment dabei waren und gedacht, krass, jetzt hab ich hier irgendwie einen Musical kreiert.

00:26:29: Wie hat sich das angefühlt?

00:26:31: Bei mir war das, glaub ich dir... Aufführung des Workshops.

00:26:35: Ich glaube, danach war für mich...

00:26:37: Wie lange wart ihr da schon dran ungefähr am Projekt?

00:26:39: War das so nach der Hälfte der Zeit?

00:26:42: Okay!

00:26:42: Dreiundzwanzig.

00:26:43: Drei und zwanzig war der Workshop.

00:26:45: Also, da waren doch fünf Jahre schon mal oder vier Jahre.

00:26:49: Und das realisieren also mit der langen Zeit.

00:26:52: Wenn man überlegt ist, dass diese Idee wirklich tatsächlich als siebenneinzig entstand Aber was natürlich auch etwas bedeutet, weil es ... Klar.

00:27:02: Gut ich hab das schnell wieder weggelegt, weil ich gemerkt habe, dass das Thema zu groß ist für mich und so groß war zu dem Zeitpunkt und ich da erst mal Erfahrung sammeln musste Und mir klar war, dass ich davor viele andere Dinge erstmal in Angriff nehme und mache.

00:27:22: Es hat mich in der ganzen Zeit nicht losgelassen Und nach dieser ganzen intensiven Arbeit dann wirklich mit dem Gedanken aufzuwachen, wir haben es gemacht.

00:27:37: Es ist passiert und das ist schon etwas ganz besonderes.

00:27:41: Warst du stolz?

00:27:43: Ich bin jetzt noch stolz!

00:27:44: Ich bin wahnsinnig stolz aber... Schön!

00:27:47: Ja ich bin wirklich stolz weil wie gesagt Es war ja nicht klar.

00:27:54: Ich habe immer gedacht, wir können... Das ist ein schwieriges Thema für die Musical-Bühne aber da ich auch nicht in solchen Schublaten denke, hatte schon eine Sicherheits, dass das funktioniert.

00:28:13: Aber auf der anderen Seite ist es eben wirklich ein großes Thema gerade für Deutschland.

00:28:18: und natürlich dachte man auch immer wieder, war das immer so ein Wechselspiel zwischen wenn daraus jemand Musical macht dann muss ich das tun.

00:28:28: Und was bilde ich mir eigentlich ein darüber Musik gescheiden zu können?

00:28:34: Das weckt natürlich wahnsinnig viele Emotionen.

00:28:40: und jetzt zu sehen was damit passiert ist Und jetzt auch wieder die Arbeit an der CD und so weiter.

00:28:49: Es ist... Schön, es

00:28:50: war auch ein schönes Gefühl.

00:28:52: Vera hattest du das auch als du die angeschaut hast und dachtest, jetzt haben wir's geschafft?

00:28:56: Da wird was draus!

00:28:57: Ich glaube ich bin immer schon so ein bisschen gedanklich beim nächsten Schritt vom Typ her.

00:29:03: Also der Abend, der Workshop-Abend war ganz besonders.

00:29:06: Weil du musst dir vorstellen es war schon auch so.

00:29:08: da hatten wir natürlich, wir hatten sehr viele Theater eingeladen weil die wollten das wenn Produzenten finden oder jemanden hat noch keinen Verlag er war ja wirklich waren bei Ganzen und wir wollten Leute überzeugen das mit uns zu machen.

00:29:18: deshalb hatte ich wahnsinnig viel E-Mails geschrieben und Theater eingelernt, Intendanten eingelernten.

00:29:23: Es kam wirklich kaum jemand weil es vielleicht auch ungünstig war weil's im Sommer war.

00:29:27: aber weil Ja weil das schwierig ist eine leute zum motivieren.

00:29:30: schaut euch was neues an.

00:29:33: Einige waren da und der Verlag war da, das war ganz toll.

00:29:37: Aber es waren natürlich vor allem Freunde und Verwandte und Weggefährten irgendwie da und Kollegen.

00:29:44: Deshalb war es natürlich auch so ein bisschen wie ein familiär.

00:29:49: Und das war schon sehr bewegen, das dann zu zeigen und zwar eine ganz besondere Abend.

00:29:54: trotzdem ging ja dann erst los.

00:29:57: dass es weiter gehen soll muss jetzt erst recht.

00:30:00: Jetzt sehen wir dass es funktioniert.

00:30:02: jetzt muss es erst recht doch auf ne Bühne gehen und Das war dann doch natürlich nicht so leicht.

00:30:07: Wir haben ja auch erst gedacht das ist vielleicht einem kleinen Haus in nem Stadttheater spielen könnte oder und so weiter und an diese Möglichkeit beim ober den Workshop zu zeigen und dass dann wirklich das Festspielhaus Neuschwanstein auf uns zukommt.

00:30:18: So ein großes Haus, der sagt wir machen das mit euch!

00:30:22: Da haben wir ja nie darüber nachgedacht.

00:30:23: und da, wir haben auch erst gedacht so nee das ist zu groß.

00:30:25: Das schaffen wir ja, das passt ja gar nicht zu uns.

00:30:28: Dann haben die uns überzeugt und es war dann im Nachhinein auch wirklich die richtige Entscheidung und hat ja wie jetzt wissen gut funktioniert.

00:30:35: aber Es ist nicht so dass man in dem Moment ja und jetzt ist so sondern ich habe mich auch jeden Tag gezweifelt.

00:30:41: also drei Tage vor der Premiere hab ich noch gedacht oh Gott, oh Gott!

00:30:45: Die Presse wird uns zerreißen und so.

00:30:46: Also natürlich ist man selber überzeugt kannst du ja nicht in andere Köpfe reingucken.

00:30:51: Und für mich war eigentlich der wirklich erleichternde Moment oder der Moment, wo ich wirklich gedacht habe jetzt haben wir es geschafft als die Kritiken da waren.

00:31:01: Erst mal kamen ja der Berichte im ZDF Heute Journal das war schon so wo ich dachte alter Schwede.

00:31:07: und dann kamen die Kritik und ich habe nicht damit gerechnet dass ist wirklich auch in der süddeutschen Zeitung in diesen großen Zeitungen in den Besprechungen positiv besprochen werden würde und es gab eigentlich wirklich keine wirklich negative Kritik, mit der ich ganz klar gerechnet habe.

00:31:30: Weil dieses Thema jeder hat irgendwie seinen eigenen Blick darauf und Berührungspunkte damit und dass das so durch die Bank weg positiv war.

00:31:38: Das war für mich dann der Moment zu sagen okay ja da haben wir doch einiges richtig gemacht und wie wir daran gegangen sind ist aufgegangen.

00:31:48: Das war, glaube ich für mich der leicheste Moment.

00:31:51: Versteh' ich auch!

00:31:53: Wenn wir nochmal gucken ihr habt dieses Stück jetzt zusammen erschaffen geschrieben.

00:31:59: Alex du hast vorher schon viel Musik auch komponiert aber auch als Darsteller gearbeitet.

00:32:02: wäre du was auch Darstellerin oder bist es immer noch und hast aber auch schon Regie gemacht.

00:32:07: Welche dieser drei Skills würdet ihr sagen hat euch am meisten geholfen um so etwas tatsächlich dann umzusetzen als AutorInnen?

00:32:16: Ich glaube die Grenzen sind da sehr, sehr fließend.

00:32:20: Man hat mit all diesen Bereichen zu tun immer übergreifend als Darsteller hast du mit dem Buch also damit mit dem Autor, mit der Autorin zu tun.

00:32:29: Du hast immer mit der Regie zu tun.

00:32:31: das geht Hand in Hand.

00:32:32: aber natürlich sind wir in erster Linie als Darstellere geprägt.

00:32:35: Das ist das was wir seit dreißig Jahren machen.

00:32:38: und Aber natürlich kriegt man auch wie derjenige, der vor allem steht Regie führt.

00:32:44: Man denkt viel darüber nach, wie würde ich das machen?

00:32:46: Nach und nach kann man sich immer mehr einbringen weil man mehr weiß und er sehr im Austausch ist mit dem Regisseur.

00:32:51: Wir haben auch immer das Glück gehabt oder oft das Glück gehabt Originalproduktionen zu erarbeiten.

00:32:56: Das heißt wir haben auch oft mit den Autoren zu tun gehabt Und mitbekommen Wie sich so etwas entwickelt.

00:33:01: Insofern spielt das alles mit rein aber auf jeden Fall ist.

00:33:05: mein.

00:33:07: Das meiste habe ich geschöpft aus meiner Erfahrung als Darsteller.

00:33:14: Ich glaube, wir sind auch zwei Darsteller die auf der Bühne gelernt haben das Gesamte zu sehen.

00:33:22: Also nicht quasi nur auf sich selbst fixiert zu sein um sich selber zu... betrachten bei der Darstellung oder bei dem Stück, sondern das eben so ein Stück nur in der gesamten Arbeit von wirklich ganz hinten von allen.

00:33:37: Von dem ersten, der eine Schraube irgendwo in die Blühne dreht bis zu dem, der vorne steht und solo singt muss im richtigen Licht stehen muss sozusagen richtig präsentiert sein und damit das alles funktioniert.

00:33:54: Also diese ganze, die Gesamtheit...

00:33:56: Man ist immer nur so gut wie sein Team!

00:33:59: Warum funktioniert etwas so gut?

00:34:02: Das ist genau der Punkt, dass es nie jemand alleine auf der Bühne, der das schaffen kann.

00:34:08: Und wenn man das versteht dann ich glaube das war für uns beide die beste Schule und die beste Erfahrung vor allem eben auch im immer wieder sich zu überlegen oder zu verstehen, warum etwas nicht funktioniert.

00:34:26: Das habe ich eben auf der Bühne auch oft genug erlebt.

00:34:29: Ja

00:34:30: ja.

00:34:30: Ich glaube das ist die Erfahrung, die wir gesammelt haben.

00:34:35: Und weil ich es jetzt gerade so reingeworfen hab aber um das nochmal zu betonen... ...das ist eigentlich ein Leitsatz von dir den du auch so oft sagst man ist immer nur so gut wie sein Team.

00:34:44: gesagt, man ist immer nur so gut wie sein Partner.

00:34:46: Du kannst nicht als Einzelkämpfer bestehen da und das will auch keiner

00:34:50: sehen.".

00:34:51: Und das beweidet sich jetzt auch wieder diese ganze Arbeit an unserem Projekt.

00:34:56: Das ist eine totale Teamarbeit!

00:34:58: Wir haben so viele Menschen, die uns unterstützt haben aus verschiedensten Richtungen.

00:35:04: Nicht zuletzt erlebe ich das immer wenn ich dann im Publikum sitze bei einer Aufführung des Wahlentfüßens in München.

00:35:09: Wir haben uns wirklich jede Vorstellung angeguckt aber in dem Moment bin ich ja gar nicht mehr, also ich habe das abgegeben.

00:35:16: Ich bin dann nicht mehr Teil!

00:35:18: Das machen dann meine Darsteller und die nehmen es dann und die führen das weiter und da dann... Ja, dass auch irgendwo zu erleben.

00:35:28: Ich finde, das war auch irgendwie ein tolles Gefühl, ne?

00:35:31: Also klar denkt man immer, ah, das könnte ich noch sagen oder das aber im Endeffekt schenkt man das an anderen Menschen.

00:35:37: Die führen das weiter mit so behandeln, wie wir uns das vielleicht wünschen oder wie wir das erarbeitet haben und so.

00:35:47: Das ist wirklich dieses gemeinsame Erlebnis, das ist schon sehr intensiv und wir haben ein fantastisches Team und ich bin sehr froh dass viele und die allermeisten wieder dabei sind.

00:35:58: Wir sind wirklich sehr zusammengewachsen und ja das ist natürlich auch eine Thematik, die einen zusammenbringt.

00:36:03: wenn wir immer diese Nachgespräche gemacht haben dann kommt viel direkt vom Publikum da werden Fragen gestellt.

00:36:10: Das macht auch was mit den Darstellern.

00:36:12: Und natürlich ist denen die Thematik und die Menschen über, die wir jetzt sehen, auch ans Herz gewachsen.

00:36:18: Und das schweißt uns alle zusammen.

00:36:21: Also ich freue mich sehr, dass wir uns bald wiedersehen!

00:36:24: Genau, ihr startet ab Juni auf Tour bis August.

00:36:27: Sehen wir euch dann in sechs oder sieben deutschen Städten.

00:36:29: Ich verlinke sechs deutsche Städte, ich verlinkt alles hier im Podcast... Wer jetzt schon neugierig ist, da kann man hier Tickets kaufen.

00:36:36: Alex du hast gerade gesagt, man muss auch herausfinden was nicht auf der Bühne funktioniert und ich glaube Lin-Manuel Miranda den hier alle sicherkennen hat gesagt writing means rewriting.

00:36:46: also eigentlich muss man immer noch mal an alles ran und man darf sich nie fertig fühlen.

00:36:51: wie ist das denn dann so?

00:36:52: Man schreibt irgendwie ein Song und hängt an dem Fest und dann muss man den streichen oder sagt, der funktioniert jetzt nicht.

00:36:59: Wie waren denn ... gab's auch Frustmomente?

00:37:02: Das berühmte Kill Your Darlings.

00:37:03: Genau!

00:37:04: Aber das ist ja bei dem ... Das hab ich ... Ich glaube, man versteht erst wirklich was es bedeutet wenn man ... Wenn man is erlebt, wenn man eben diesen Song geschrieben hat und irgendwann feststellt wir... Ja Es gibt einen Grund warum heraus muss, damit hardert man.

00:37:30: Aber interessanterweise dauert es nicht lange bis man merkt das war genau die richtige Entscheidung

00:37:36: und dann vermisst man ihn auch

00:37:39: nicht tatsächlich.

00:37:42: aber ja den Schritt muss man gehen und da muss man auch dazu bereit sein.

00:37:50: Es

00:37:51: waren aber vor allem viele Szenen, die rausgeflogen sind beziehungsweise Abschnitte.

00:37:58: Weil es natürlich dann sehr darum ging, worauf konzentrieren wir uns?

00:38:02: Welche Aspekte der Geschichte beleuchten wir?

00:38:04: Wir konnten nicht alles beleuchen!

00:38:06: Es gab noch so viele Anekdoten, die ich gerne mit reingeignet habe.

00:38:08: Es gab so viele andere Szenene in der Lesung, die ja wie gesagt vier Stunden dauerte.

00:38:17: Sie sehen dich gerne, auch wenn ich immer noch mal probiert habe doch und nochmal rein zu dringend oder so.

00:38:22: Aber wie der Alex gerade gesagt hat es gab dann Gründe warum sie raus waren und dann im Ganzen vermisst man sie auch nicht weil man sich irgendwann entscheiden muss.

00:38:31: Und ja jetzt Es ist die Fassung, die wir jetzt haben.

00:38:36: Das ist natürlich jetzt die Fassung, die für mich die richtige Fassung ist aber ich habe das alte Skript auch jetzt länger nicht gelesen.

00:38:43: Wer weiß?

00:38:43: Dann springt mir dann wieder eine Szene ins Auge und ich sage ah!

00:38:45: Die nehmen wir jetzt wieder mit rein.

00:38:46: Deshalb möchte es lieber nicht.

00:38:49: Nein, also es hat eben auch eine gute Spieldauer.

00:39:00: Spiellänge, ich glaube länger soll es

00:39:02: sein.

00:39:03: Ich bin ja der Meinung ob es jetzt zehn Minuten länger gewesen wäre, wäre jetzt nicht wirklich... also wir sind ja immer noch unter der Zeit

00:39:12: von einem

00:39:13: Lemis Arabel zum Beispiel.

00:39:15: Na klar!

00:39:16: Ja, weit zum Glück.

00:39:17: Also die ganze Version von dem Drei Stunden?

00:39:19: Ja natürlich,

00:39:19: aber als ich damals zum ersten Mal Lemis Arrabel gesehen habe, hatte ich nie das Gefühl dass es zu lange ist und bestimmte Thematiken erfordern einfach auch eine gewisse Länge.

00:39:31: Ich meine, umso meisterhafter ist es wie Vera es geschafft hat diese ganze Thematik tatsächlich in diese Spielzeit zu bringen.

00:39:39: Aber ich glaube auch in Bezug darauf hin dass wir eben das es uns so wichtig war Schulaufführung zu machen

00:39:49: haben wir da sehr froh dass

00:39:50: wir jetzt nicht wirklich länger sind

00:39:52: weil

00:39:53: irgendwann ist dann die Aufmerksamskalz Spanne

00:39:56: und man wird ja auch sehr gefordert.

00:39:57: also gerade die letzten zwanzig Minuten nicht leicht und da muss man dann auch irgendwann wieder durchatmen, glaube ich.

00:40:06: Aber dieser ganze Prozess das wollte ich noch mal sagen... Ich glaube was wirklich gut war dass wir keine Deadline hatten oder keinen Aufführungsdatum vorab sondern dass wir einfach ein Stück geschrieben haben und nicht wussten ob es überhaupt jemals aufgeführt wird weil dadurch konnten wir eine Lesung machen.

00:40:22: Dadurch konnten wir nochmal kürzen, dadurch konnten wenn Workshop Die meisten Stücke oder die meisten Autoren stehen ja unter dem Druck, es muss dann fertig sein.

00:40:30: Ich habe eine Auftragsarbeit, sie wollen das dann und spielen.

00:40:33: Oder ich muss ein neues Stück schreiben.

00:40:35: Das muss schnell gespielt werden weil ich brauche Geld, ich lebe davon.

00:40:38: Das hatten wir nicht diesen Druck und deshalb konnten wir diese ganze Workshop-Phase durchlaufen.

00:40:42: Und ich glaube, das ist ganz wichtig wenn man neue Stücke macht, dass man die wirklich bearbeiten kann und zwischendurch mal sehen kann wie funktioniert das was ich mir überlegt habe?

00:40:51: Und nicht dann erst bei der Probenzeit merkt, oh!

00:40:54: Das ist ja gar nicht so, wie ich das gedacht hab auf Papier.

00:40:56: also Ich bin großer Verpächter von Lesungen, Workshops usw.. Ich glaub in Amerika, England ist es mehr Gang und Gebe in Deutschland wird das gar nichts zu viel gemacht.

00:41:06: Akademie versucht, das ja auch zu unterstützen.

00:41:09: Auch mit der Schreibmaschine und so weiter.

00:41:11: Elisabeth Köstler war auch schon hier?

00:41:13: Ja genau!

00:41:14: Dass man einfach versucht diese Möglichkeit zu geben.

00:41:17: Und dass Harbert natürlich oft am Geld umso dankbarer sind wir, dass APIRO Entertainment also Frank Blase uns diesen Workshop wirklich finanziert hat weil es ist ja oft eine finanzielle Frage, das muss ich mal ganz klar sagen aber es war ein lohnender Weg und den haben wir auch gebraucht.

00:41:33: Kann nicht gut nachvollziehen.

00:41:35: Noch mal zu dem Schaffen.

00:41:37: Ihr habt sehr viel Originaltexte auch oder verwendet ihr in eurem Stück?

00:41:41: Ja!

00:41:41: Wie schwer ist es denn, Texte zu vertonen die nicht als Liedtext geschrieben sind?

00:41:46: Das stelle ich mir relativ komplex vor und man hört ja auch rein das ist jetzt keine Strophenform, kein Fairsform, keinen Refrain der sich vielleicht immer ständig wiederholt.

00:41:55: so war's zumindest nicht gedacht.

00:41:56: der Urtext wie seit ihr diese Schwierigkeit gegenübergetreten?

00:42:00: Es war gar nicht so schwierig oder?

00:42:04: Nee Ich

00:42:14: fand es insofern, naja was heißt schwierig?

00:42:18: Nicht schwierig.

00:42:20: Das ist... Bei mir, glaube ich einfach eine Erfahrungssache.

00:42:24: Ich habe mich ja nicht hingesetzt so und jetzt schreibe ich meine ersten Songtexts und das ist auch noch etwas was schon existiert.

00:42:36: Also daran übe ich und lerne es ja schon seit Langem.

00:42:43: Ich hatte da schon eine gewisse Routine Songtexte zu schreiben.

00:42:52: ob die gut sind oder schlecht ist eine andere Frage, aber ich weiß wie ich daran gehe und wie etwas funktioniert.

00:42:58: Und da war jetzt natürlich die besondere oder spannende Aufgabe, wie kriege ich diese Texte, die schon da sind in dieser Form?

00:43:08: Aber das hat ... Ich fand es ja spannend!

00:43:11: Das hat auch irgendwie Das hat auch irgendwie Spaß gemacht.

00:43:15: Weil ich musste eigentlich, eigentlich konnte ich die Texte, weil sie schon so gut geschrieben sind.

00:43:20: Genau das

00:43:20: wollte ich sagen.

00:43:21: ja!

00:43:21: Das

00:43:21: ist natürlich ganz wichtig.

00:43:23: und weil die schon so viel, damals so viel Poesie und Bilder in ihrer Sprache und ihren Texten hatten, musste ich eigentlich nur an Silben, also an Rhythmik und an der Reimform arbeiten.

00:43:46: Und sehen wir, wie stelle ich die Wörter vielleicht ein bisschen um?

00:43:55: Oder muss ich den Satz hier unten stehen?

00:44:00: vorhernehmen, also das heißt da haben wir uns schon gewisse Freiheiten genommen.

00:44:07: Was nehmen wir jetzt für den Sorge?

00:44:10: Aber die Inhalte sind schon sehr nah dran und manchmal ist sogar fast... Fast eins zu eins.

00:44:18: Also

00:44:18: bei dem Flugblatt auf jeden

00:44:19: Fall

00:44:20: und auch wenn man sich Heimat anhört, ich habe jetzt bei den Pressekonferenzen öfter den Original-Schulaufsatz von Sophie gelesen und dann hat Rike die vertonte Version gesungen und ich glaube da wurde ganz klar wie nah das ein aneinander ist und wie...

00:44:35: Rike Zeitler spielt die Sophie Scholl nur für alle die zu hören genau?

00:44:39: Ja!

00:44:39: Ja genau, wie deckungsgleich das oft ist.

00:44:43: Wie gesagt da ist es vielleicht ein bisschen umgestellt aber der Satz an sich wiederholt sich genauso im Liedtext.

00:44:49: und ja wie du schon gesagt hast Alex sie haben so wunderbare Texte geschrieben auch die Tagebuchaufzeichnung von Hans Scholl vom Westfeldzug die ja zugrunde liegen bei seinem Lied Werler Lumière.

00:45:03: Es ist sehr vieles so übernommen und einfach nur in eine

00:45:08: Art

00:45:08: Form gebracht.

00:45:09: Ja,

00:45:10: das hat wirklich geholfen weil gerade wenn man Deutschtext textet und ich habe mich da lange gewährt und erst mal mein drittes Album war auf Deutsch Da hab' ich es dann gewagt.

00:45:25: Ist das schon anders?

00:45:26: Wenn du aus deinem Kopf, aus deinen Gedanken einen deutschen Text schreibst ist die Angst größer, dass es auch eine gute Sprache ist.

00:45:40: Dass er das auch gehalten hat und so weiter.

00:45:43: Und hier war das schon da!

00:45:46: Wir mussten uns kein... Das haben wir schnell gemerkt, wir mussten keine Sorgen darüber machen ob das gutes Deutsch ist.

00:45:55: Ob

00:45:57: die Sprachen gut ist, die Ausrucksweise,

00:45:59: die Wortwahl usw.. Weil, wie gesagt für mich da schon auch so viel Poesie drin steckt.

00:46:07: Soviel Melodie und...

00:46:10: Ja hatte ich eine falsche Annahme!

00:46:11: Es war fast sogar leichter als zu schwerer.

00:46:13: Ja, war es gar nicht so schwierig.

00:46:15: Das waren die Eingangzeiten.

00:46:17: Im Musical habe ich zumindest mal gelernt ist das so dass wenn der Charakter zu viel Emotion hat oder so, denn die Sprache nicht mehr reicht.

00:46:26: Dann fängt er oder sie an zu singen und wenn das auch nicht mehr reicht dann fängt man an zu tanzen um das sozusagen immer zu überheben.

00:46:32: Jetzt ist meine Frage an euch lässt sich das übertragen auf euer Stück?

00:46:36: Oder wie habt ihr Gesang und vielleicht auch Choreografie verwendet um eure Geschichte Zu verstärken oder zu erzählen?

00:46:43: Ja es ist eine gute frage weil für mich

00:46:46: Danke.

00:46:48: Für mich war gerade der Gerade Tanz war so eine Sache, das war schwierig.

00:46:53: Ja da haben wir am Anfang noch gedacht einen, der das brauchen wir nicht oder?

00:47:02: Aber es ist ähnlich wie mit der Musik und auch mit der Darstellung und auch bei Tanz.

00:47:11: Die größte Gefahr bei so einem Stück war einfach nicht instrivial zu fallen und das musste wirklich aus einer ganz ehrlich, aus einer Echtheit herauskommen.

00:47:25: Und auch da war natürlich ganz wichtig dann wieder in der Team-Suche wen finden wir?

00:47:31: Der das bewegungstechnisch und authentänzerisch umsetzen kann.

00:47:35: Kreativteam!

00:47:37: Ja, kreativ them dass das funktioniert weil ich zum anderen aber auch schon so viel Tanztheater gesehen habe, und das manchmal für mich die Postedarschung von Schauspieler ist.

00:47:56: Dass ich wusste, dass kann schon funktionieren.

00:47:59: Aber dann muss man da wirklich ein bisschen aus der Box denken oder eben wie wir es eben auch ... Also Musical nicht als Schublaht der Leichnungsbehaltung sehen sondern wirklich als Theater, als Kunstform sehen.

00:48:18: Also wir mussten ja nur ein Gefühl dafür finden, was funktioniert zu diesen Charakteren?

00:48:23: Zu der Thematik, zu der Ernsthaftigkeit dann an Musikbewegung und Schauspiel.

00:48:29: Und das ist natürlich auch eine ganz schwere Sache.

00:48:39: Ich habe oftmals tatsächlich das Problem Leute aus dem Sprechen dann auf einmal anfangen zu singen.

00:48:50: Und dass das funktioniert ist wirklich, finde ich manchmal eine Gradwanderung weil ganz oft passiert auch der Moment wo ich da sitze und denke ich bin drin Jetzt fängt er wieder an zu singen.

00:49:04: Obwohl ich das eigentlich mag, aber es passiert und kann passieren.

00:49:11: Ich habe mir irgendwann einen Trick oder ein Kniff überlegt dass für mich der Gesang in diesem Stück nur Innenstadt findet.

00:49:19: Das heißt wenn meine Charaktere anfangen zu singe dann sind das innere Monologe und Gedanken Und das erklärt sich für mich deutlicher, dass ich da alle Freiheiten habe.

00:49:35: Dass jemand dann sinkt, dass es Melodien sind, Emotionen die da stattfinden und nicht in einer Szene man sich gegenseitig dann quasi ansinkt obwohl man eigentlich reden würde.

00:49:50: Also ich möchte nochmal auf den Aspekt Tanz zurückkommen weil mich das doch... wahnsinnig bereichert eigentlich diese Erfahrung zu sehen, was da möglich ist.

00:50:00: Als Tanzjagd hat das sowieso etwas, was ich sehr bewundere.

00:50:03: Ich komme jetzt nicht vom Tanz klar, müssen wir es als Musicaldarsteller auch immer machen aber absolut nicht mein Schmerpunkt und dass es mit Worten und Musik alles funktionieren würde, das war mir klar!

00:50:13: Aber wie bereichernd und wie wunderbar dieser Bewegungsaspekt noch einen ganz neuen Horizont für das Stück, auch für die Erzählung eröffnen würde.

00:50:22: Das war mir ehrlich gesagt vor dem Workshop nicht klar.

00:50:25: Bevor ich wirklich gesehen habe was Bart de Klerk – jetzt möchte ich den Namen wirklich ganz klar ausschreiben – was Bart da erzählt hat über die Bewegung.

00:50:35: Also bei uns ist ja auch das Konzept, das ganze Ensemble ist die ganze Zeit auf der Bühne.

00:50:40: Das heißt zu dem was erzählt wird verhalten sich alle oft mit Bewegungen.

00:50:44: Das heisst durch die Bewegungen der anderen wird die Erzählung vorne noch verstärkt.

00:50:50: Oft werden die Emotionen des Hauptcharakters zum Beispiel bei Barbarossa es so dass Alexander Schmorel seine Verzweiflung in Worten ausdrückt.

00:51:00: Das ganze Ensemble vertanzt eigentlich seine Verzeiflung körperlich, aber ich möchte fast gar nicht sagen vertanzt weil das was Bart macht ist mehr ein körperliches Erzählen der Worte.

00:51:10: Es ist wirklich unglaublich auch zu sehen wie er das erarbeitet Wie er das umsetzt?

00:51:15: Wie das

00:51:16: stimmt

00:51:16: dass man nie das Gefühl hat oh jetzt machen die irgendwelche Schritte sondern es immer.

00:51:20: Jetzt erzählen sie die Geschichte mit ihrem Körper und das ist für mich besonders ergreifend gewesen, weil das eben etwas ist was ich nicht kann.

00:51:28: Das ist ja immer so wenn man jemanden sieht der was macht dass man selber nicht kannt findet man das besonders bewundert wird.

00:51:33: und auch diese Zusammenarbeit mit Bart war einfach so befruchten für das Stück für die Erzählung.

00:51:40: Es hat unser ganzes Projekt auf ein neues Level gebracht, muss ich sagen.

00:51:43: Das hat diesen Aspekt den wir vielleicht noch nicht mitgebracht hätten von uns dazu gebracht und deshalb ist das die perfekte Symbiose gewesen.

00:51:51: Das ist

00:51:52: das was wir uns gewünscht haben und wir wussten selber noch nicht wie genau das dann aussehen würde.

00:51:58: jetzt am Ende würde ich denken ja genauso habe ich mir es vorgestellt.

00:52:01: Na

00:52:01: klar!

00:52:02: Ohne vorher

00:52:03: zu wissen.

00:52:03: Aber nein das so.

00:52:04: aber wie man da hinkommt ist eine ganz andere Frage.

00:52:07: also uns war ja ganz klar dass diesen Bereich selber nicht leisten können.

00:52:12: Und daher haben wir uns natürlich, sind wir auf die Suche gegangen und haben wir überlegt wer funktioniert dafür oder wen kennen wir?

00:52:24: Oder wie finden wir auch in der Branche?

00:52:28: Es

00:52:28: war ein totaler Glücksfall eigentlich, dass eine Kollegin dann auch noch mal gesagt hat...

00:52:32: Ja das waren Glücksfälle aber Aber ich habe die Arbeit von Bart schon gesehen und daher dachte, das könnte funktionieren.

00:52:48: Und als man dann gemerkt hat, dass er auch wirklich verstanden hat was wir meinen, was wir wollen und das für ihn zu seiner Arbeitsweise gepackst hat

00:53:00: usw.,

00:53:02: hat das funktioniert, also daher noch mal die Wichtigkeit des Teams.

00:53:08: Das Team zusammen funktioniert und alle dasselbe Ziel haben und auch genau in diese Berichtung denken dann ist es und dann funktioniert das und dann ist das eine unheimliche Bereicherung.

00:53:23: Und wenn jetzt unser Stück ist aber einfach mal vielleicht doch ein bisschen Allgemein, ich finde dann ist es auch wirklich Kunst.

00:53:32: Weil man wird ja oft gefragt Ist Musical Kunst?

00:53:35: Ist das Kunst?

00:53:36: Kunst ist für mich wenn man mit all seinen Möglichkeiten versucht eine Thematik zu bearbeiten sie zu zeigen sich von mit verschiedenen Kunstformen Genres zu nähern und dass Das wird absolut gemacht.

00:53:50: Also über Bewegung, über Musik, über Sprache und jeder hat in seinem Bereich das aus Ties zum Herzen ausgeschöpft und deshalb würde ich es eigentlich...

00:54:03: Ja, und es war nie die Frage danach was die Bausteine sind.

00:54:06: Das ist hier ein Musical-Baustein der funktioniert.

00:54:09: Nee

00:54:10: das mit I Want Song und so, das haben wir alles nicht.

00:54:12: Wir

00:54:12: haben uns kein Buch gekauft.

00:54:15: Und da brauchst du noch den langen großen Ton mit dem Abschluss.

00:54:19: Der braucht noch ein Lied und Datsnade.

00:54:20: Da brauchen

00:54:21: wir den Schoßdopper, da brauchen wir dann Frau Tanz und hier brauchen wir noch die große Technik.

00:54:25: Und dann

00:54:26: brauchen wir auch eine lustige Nummer?

00:54:27: Nein, das gab's bei uns nicht!

00:54:28: Nein, ja, das war auch nie die.

00:54:32: Was

00:54:34: braucht ein Musical, sondern was braucht diese Erzählung?

00:54:36: Was machen wir von dem wir wissen das ist den Leuten gefällt oder wollen.

00:54:42: Wir haben das in erster Linie für uns gemacht.

00:54:46: Für das

00:54:47: Material!

00:54:48: Für das Material.

00:54:49: Steven Soltheimer öffnet sein Buch mit Content Dictates Form, also ich kann nicht sagen... Ich schreibe jetzt ein Rap Musical und nehme mir dann den Inhalt sondern die Geschichte gibt vor welche Stil es zu sein hat.

00:55:00: Und so hast du eigentlich vorher auch schon so schön gesagt Alex dass du sagst ich musste es nicht schreiben sonst hat mich gefunden.

00:55:05: und Hades Towns ist das nächste Beispiel.

00:55:07: der Naysmitcher sagt mich hat dieses Lied gefunden und da wusste ich welche Geschichte ich schreiben will.

00:55:12: und so entstehen wohl immer die großen erfolgreichen Stilke.

00:55:15: und vielleicht noch mal zum Ende überzuleiten.

00:55:17: Ihr habt letztes Jahr wahnsinnig viele deutsche Musical Theaterpreise gewonnen, ich hab diese Verleihung live gestreamt... ...und immer wieder seit ihr auf die Bühne gehüpft!

00:55:27: Und ich glaube irgendwann wusstest du gar nicht mehr

00:55:29: was du sagen solltest?

00:55:33: Da sind teilweise noch hinten mein Fotoshooting und das nächste ging los.

00:55:38: Und oh Gott,

00:55:39: wir müssen

00:55:39: hören was ... Das war wirklich ein ganz überwältigender Abend.

00:55:45: Ganz krass irgendwie!

00:55:46: Also es war für mich insofern auch krass.

00:55:48: Könnte ich vielleicht kurz als Anakdote erzählen?

00:55:50: Es war der ungünstigste Zeitpunkt den es haben konnte dieser Montag an dem die Preisverleihung war Ich hatte Sonntagsabend im Bonn-Tuzzi-Premiere musste dann morgens ganz früh aufstehen nach Berlin fahren und hatte am Dienstag, also am Abendnacht der Verleihung Himmel- und Kölle-Premiere in Köln.

00:56:11: Und musste da auch wieder auf der Bühne stehen!

00:56:12: Also für mich war das wirklich wie so ein Rausch, dass irgendwie alles hintereinander hinkriegt.

00:56:15: und dann auch noch dieser Abend... Das war wirklich überwältigend und auch die Zuspruch der Kollegen und der Austausch.

00:56:26: es war wirklich toll.

00:56:31: alle so gegönnt haben und so viele liebe Worte an uns gerichtet wurden.

00:56:35: Das war wirklich, wirklich sehr schön.

00:56:38: Ja das ist eigentlich das was es schon alleine ausmacht.

00:56:40: Das ist völlig unabhängig davon ob das dann Erfolg hat oder sein Publikum findet.

00:56:46: Das was wir da zurückbekommen haben für letztendlich auch den Mut so etwas zu machen und zu zeigen dass funktioniert Das hätte auch ganz anders ausgehen können.

00:57:01: Und das war uns auch klar, ja?

00:57:04: Wir sind da eben nicht nur mal sicher gegangen, sondern wir haben das gemacht.

00:57:10: von den Filmsagen lasst mal lieber.

00:57:15: und das war schon was ganz Besonderes.

00:57:18: Welchen Effekt hatte das für euer Stück und vielleicht auch dafür dass ihr es jetzt nochmal auf Tour bringt, dass ihr so viele Preise gewonnen habt?

00:57:25: also glaubt ihr der hat sich gut etabliert und das boostet so ein Projekt auch oder... Das ist schön für die Anerkennung und fürs Netzwerken, aber dann war es das auch so.

00:57:34: Diesen Ehr noch finde ich unbekannteren Preis in Deutschland.

00:57:37: Ich glaube schon, dass es viel gebracht hat weil ja allein schon die, die das entschieden haben ob wir eine Tour machen oder die dann vielleicht auch mit eingestiegen sind und sich jetzt einbringen in der Tour waren ja an dem Abend da.

00:57:48: also in der Musical-Szene sage ich mal, hat man es doch sehr mitbekommen?

00:57:53: Ja voll!

00:57:53: Da kriegt man den Preis auch mit.

00:57:56: und deshalb glaube ich schon, ja auch eigentlich so ein bisschen entgegen der Vernunft, so schnell eine Tour geplant.

00:58:04: Weil eigentlich mein die Verleihung war im Oktober und wir hatten die Tour vorher noch nicht geplant.

00:58:09: also wir haben mal angelt das wäre schön wenn es weitergeht aber konkret gebucht weil sie noch nicht.

00:58:14: und dass wir das dann so schnell gemacht haben das war schon aus dem Gedanken heraus.

00:58:19: jetzt sind wir gerade Sagen wir mal in aller Munde, jetzt ist die Aufmerksamkeit da.

00:58:23: Die Leute haben Interesse an dem Stück und wollen es vielleicht auch sehen.

00:58:28: Das hat schon dazu geführt und klar das hat natürlich auch geholfen dass Leute sagen ich habe gehört ihr habt Viele Preise in dieser Auszeichnung.

00:58:36: Toll, was für ein Erfolg.

00:58:37: und ja unterstützen wir oder ja können wir uns vorstellen?

00:58:40: Oder sind überhaupt erst darauf dann aufmerksam geworden?

00:58:44: Na klar hilft das!

00:58:45: Das

00:58:46: hätte auch gerade in so eine schnellebricken Zeit wie jetzt hätte sein können dass es nächstes Jahr schon wieder fast vergessen.

00:58:53: Genau deshalb haben wir's jetzt auch so schnell geplant.

00:58:56: Es ist sowieso schon so schwierig in der größten Ordnung so ein Stück zu bewerten und zu den Orten zu bringen.

00:59:05: Theater sind ja auch früher schon ausgebucht, also eigentlich sind ja die nächsten zwei Spielzeiten schon geplant.

00:59:09: deswegen ist Oktober bis Juni eine kurze Zeit.

00:59:11: Deshalb sind

00:59:12: wir auch nicht in Hamburg weil wir da einfach keine Spielstätte gefunden haben.

00:59:15: das sagen ja ganz viele.

00:59:15: warum kommt ihr nicht nach

00:59:16: Hamburg?

00:59:17: Ich bin auch hier und warte!

00:59:18: Wir

00:59:18: wären so gerne

00:59:19: nach Hamburg gekommen aber es gab einfach kein freies Theater.

00:59:22: ganz viele Theater angeschrieben und gefragt.

00:59:25: Es hat

00:59:25: einfach nicht gepasst, und deshalb ging es dann nicht.

00:59:29: Aber ich hoffe sehr dass die Hamburg auch vielleicht

00:59:31: nach... Stuttgart steht gerade bei mir auf dem Zettel, vielleicht komm' ich.

00:59:36: Ja stimmt.

00:59:36: Oder

00:59:37: aber der liest ja auch nicht so weit genau.

00:59:38: Ja das stimmt!

00:59:39: Also genau.

00:59:40: Aber gerne weiter sagen, weiter geben als gibt's für alle Standorte noch Tickets.

00:59:47: Sehr gut Wir sind jetzt fast am Ende, wir haben eine Stunde gesprochen.

00:59:52: Was ist denn noch der Ausblick für euch?

00:59:54: Ihr sagt durch diesen Preis habt ihr die Tour gestartet und steht erst mal dieses Jahr an.

00:59:59: Eigentlich schließt sich für mich die Frage an, habt ihr ein zweites Stück, das euch gefunden habt oder könnt ihr so weit nicht denken?

01:00:08: Wir haben leider im Moment nicht die Zeit soweit zu denken.

01:00:12: also wir denken schon

01:00:15: Aber

01:00:16: wir haben nicht konkret die Zeit, auch nicht die gemeinsame Zeit muss ich vor allem sagen um zusammenzuarbeiten.

01:00:22: Wir bräuchten erstmal ein bisschen Ruhe und Brainstorming und kreative Zeit, die wir nutzen können.

01:00:28: im Moment ist es wirklich eigentlich Ausnahmezustand.

01:00:31: Wir sind beide nicht nur im weiße Rose Projekt sondern haben noch andere Projekte Und machen weiße Rose trotzdem an den meisten Stunden des Tages.

01:00:44: Deshalb sind die Tage sehr voll und es gibt wahnsinnig viel zu organisieren, diese ganzen Promotionen wir daneben.

01:00:55: Natürlich Interviewtermine, auch jetzt wie heute der Podcast.

01:00:58: Mit mir sprechen!

01:00:59: Ja es macht super Spaß und ist wunderbar.

01:01:01: aber wenn man natürlich viele solcher Termine hat auch das in dem Zeit in Anspruch und wir sind da im Moment sehr ausgelastet noch mit weiße Rose und das ist ja auch unser Baby und liegt uns ja am Herzen nicht ausgeschlossen, dass es noch ein weiteres Stück gibt.

01:01:17: Sehr gut!

01:01:19: Das ist unser Baby und das liegt uns wahnsinnig am Herzen.

01:01:21: wie gesagt jetzt arbeite ich gerade an der CD und da ist natürlich und muss auch der gesamte Fokus sein damit das ja damit das was wird.

01:01:35: und dann das andere Ding ist natürlich ich kann mir nichts schön.

01:01:40: also wir werden das natürlich irgendwann wenn wir das natürlich auch abgeben und abgeben müssen.

01:01:45: Und dann gucken wir immer wieder gerne drauf, aber ich könnte mir nichts Schöneres vorstellen als jetzt irgendwie in eine einsame Waldschieße zu gehen oder irgendwo auf dem Berg um mit Vera an dem neuen Stück zu arbeiten.

01:02:05: Aber es ist natürlich... Wir müssen auch die Möglichkeit schaffen Ja, dass wir uns auch durchfinanzieren können.

01:02:16: Das heißt irgendwo hin für eine lange Zeit und solche Stücke brauchen ja Zeit auch die Zeit wegen zu schreiben Wir müssen ja trotzdem auch irgendwie dann Essen unserer Miete bezahlen usw.. Und den Weg müssen wir natürlich auch finden, das ist nicht einfach.

01:02:33: Auch das kann dauern, dass wir erstmal wieder etwas arbeiten müssen um die nötigen Finanzen zu haben

01:02:41: oder parallel trotzdem.

01:02:43: Jetzt können wir irgendwie zwei Monate auf eine Hütte und ein neues Stück schreiben.

01:02:50: Aber

01:02:51: praktischerweise wohnen wir auch zusammen.

01:02:53: Manchmal treffen wir uns ja vielleicht auch irgendwie im Wohnzimmer oder

01:02:56: so.

01:02:56: Ja, du weißt ja ich finde es extrem schwierig

01:02:59: zu Hause ... Zu arbeiten.

01:03:01: Das können bestimmt viele Nachvollziehen.

01:03:03: Ich bin auch im Homeoffice-Jahr.

01:03:05: Ich find's sehr bewundernswert dass ihr das durchgezogen habt solange.

01:03:08: Ich hatte die Frage so formuliert schreibt ihr etwas neuem?

01:03:11: Oder braucht es wieder eine nächste Pandemie weil ihr da glaube ich irgendwie auch so ein Jahr geschenkt bekommen habt.

01:03:15: Ja

01:03:16: leider.

01:03:16: Ich wünsche sie uns nicht aber ihr konntet die Zeit wenigstens So Nutzen habe ich rausgehört.

01:03:21: Nein, wir haben so ein paar Ideen.

01:03:24: Wir haben tatsächlich so ein Paar Ideen in der Pipeline und eigentlich haben wir noch nicht mal die Zeit im Moment darüber nachzudenken.

01:03:33: Welches werden sollte?

01:03:35: Was jetzt das Spannende oder dass der nächste Schritt wäre oder welches ja wir angehen würden.

01:03:42: Kannst du uns vielleicht als Allerletztes als Geschenk mitgeben, wann wir ungefähr mit dieser CD rechnen können?

01:03:47: Damit wir jetzt alle die Titel, die Vera benannt hat, dann auch mal anhören können.

01:03:52: Alex,

01:03:52: da bin ich jetzt auch gespannt!

01:03:55: Oder löst diese Frage Druck

01:03:56: aus?!

01:03:57: Kannste doch sagen... Meine Frau löst diesen Druck aus weil sie hat mir ganz klare Anordnungen gegeben, wann die CD fertig sein muss und das ist zum Tour statt.

01:04:12: Wow!

01:04:13: Ja, das ist letztendlich das Ziel.

01:04:15: Zum Tour statt muss die CD fertig sein und ich habe das Gefühl dass es auch klappen wird.

01:04:24: Ich bin da sehr zuversichtlich aber ich nehme immer noch das Recht heraus sollte doch noch was Wichtiges zu machen sein möchte.

01:04:41: Du möchtest mich hinter jahrelang ärgern, dass ich dir die Date-Line gesetzt habe und deshalb eine Sache nicht stimmt wie du noch ändern wolltest.

01:04:47: Aber das wird nichts sein!

01:04:50: Deshalb muss er auch jetzt gleich wieder ins Studio... Ich wollte gerade sagen... ...schließe die Tür von außen ab und der muss weiterarbeiten.

01:04:57: Ja also

01:04:58: ähm....

01:05:00: Ihr werdet das erfahren.

01:05:01: Wir posten es natürlich dann und veröffentlichen, dass wir wollen ja auch das mitbekommen wenn die CD rauskommt.

01:05:10: Und wer weiß?

01:05:11: Mein Traum ist noch ein Rack-to-Lease-Konzert.

01:05:13: Wenn das klappt werden wir das auch für öffentlichen bald.

01:05:18: Dann kann man sich da glaube ich darauf freuen.

01:05:20: Vielen Dank, das ist sehr exklusive News.

01:05:23: Da freue ich mich natürlich drüber.

01:05:25: Alexi, lass dich weiter schneiden!

01:05:27: Ich weiß gar nicht, mischen ein, spielen was man so alles machen

01:05:30: muss?

01:05:31: Ja stimmt alles.

01:05:32: Sehr gut.

01:05:35: Und Vera, du kannst vielleicht noch einen Kaffee trägen vom nächsten Interview.

01:05:38: Ich wünsche euch für die Tour, dass sie sich gut verkauft und ihr eine nächste startet.

01:05:42: Dass ihr dieses Release-Konzept habt und bin vor allem dankbar, dass ihr auch so ehrlich geantwortet habt.

01:05:47: Das ist super schön diese echten Einblicke zu bekommen!

01:05:51: Und alles Gute!

01:05:51: Danke für

01:05:51: das schöne Gespräch.

01:05:53: Es war super schön.

01:05:54: Danke dir!

01:06:01: Oh mein Gott, das hat Spaß gemacht!

01:06:06: Durchatmen.

01:06:07: Ich habe tatsächlich mit Vera und Alex gerade eine Stunde gesprochen.

01:06:10: War das schön?

01:06:11: Und ich meine wirklich was ich am Ende gesagt hab diese Ehrlichkeit wie man über Finanzierung spricht, wie man wirklich auch über diesen Druck spricht... Wie man vielleicht auch über... Wir haben den Luxus, wir können uns die Zeit nehmen spricht.

01:06:22: Wir sind dankbar dass wir in den Wester gefunden habt.

01:06:24: das ist glaube ich nicht selbstverständlich und wird gerade in der sehr kommerziellen Welt auch oft übersehen dass es auch immer ein großes Risiko sein kann und Ich bin sehr dankbar dafür!

01:06:34: Ich bin ganz besät und so froh über diese Aufnahme.

01:06:37: was habe ich wieder tolles gelernt?

01:06:39: Was war das schön dieses exklusive Announcement zur CD-Aufnahme von dem Musical die weiße Rose zu hören aber auch einfach zu verstehen und noch ein bisschen hinter die Kulissen zu schauen.

01:06:51: Wie kommt es so weit?

01:06:51: Warum ist das wichtig, was motiviert einen?

01:06:54: Und ich finde auch total spannend dass Werra gesagt hat wir sind nicht nach dem klassischen Musicalschema vorgegangen.

01:06:59: I Want Song.

01:07:00: Das haben wir glaube ich auch schon mal thematisiert.

01:07:03: Big Act One Closer.

01:07:04: das sind ja so Charakteristika für die ein Musical gut machen und das anscheinend auch wenn man nicht danach arbeitet trotzdem funktioniert.

01:07:13: Ich bin sehr gespannt auf die CD, um dann vielleicht herauszufinden ob es trotzdem ein I Want Song gibt in diesem Stück.

01:07:20: Kann ich mir nämlich vorstellen dass der sich zwangsläufig wenn man sich eine gute Dramaturgie macht ergibt.

01:07:25: aber mal sehen bis ich das Stück gesehen habe.

01:07:29: Ich möchte euch noch kurz erklären was Oberfringe bedeutet.

01:07:33: Vera hat erzählt dass dort dieser Workshop stattgefunden hat.

01:07:35: Das Oberfring ist nämlich ein Festival oder eine Messe für Musicalschaffende.

01:07:42: Dort geht es darum, Förderer zu finden sich zu vernetzen in der Szene vielleicht mit Menschen die Skills haben, die Ressourcen haben.

01:07:49: Die Kontakte haben um ein Stück an dem man arbeitet weiterzubringen aber auch um selbst auf diesem Festival ein stück weiterzuentwickeln durch eben entsprechende Workshops etc.

01:07:59: heißt glaube ich so weil es gibt den Edinburgh das Fringe Festival.

01:08:02: Das ist das gleiche Konzept in Edinburgh in Schottland Und es ist super bekannt auch in der Musical-Szene und Theater Szene im Vereinigten Königreich.

01:08:13: Dort werden täglich ganz, ganz viele Musicals und Theaterstücke gepitched.

01:08:18: Zum Beispiel Six kommt von dort wenn man einmal ein erfolgreiches hören möchte.

01:08:22: aber ganz viele Stücke haben ihre Kinderschuhe oder ihre Wiege, ihre Geburt auf dem Edinburgh French Festival und ich glaube dass daher auch der Name OberFrench kommt... Ich weiß das aber ehrlich gesagt gar nicht!

01:08:34: Und jetzt bleibt mir abschließend nur noch einmal zu sagen, wann und wo ihr die weiße Rose das Musical sehen könnt.

01:08:42: Nämlich ab dem zehnten sechsten spielt die Tour in Berlin und tourt dann durch alle Städte mit Umlauten in Deutschland, durch Düsseldorf München Füssen, Stuttgart & Köln.

01:08:53: In Kölnen findet auch die Derniere am zweiten August-Zweißtausendsexton statt.

01:08:57: also zwischen Juni und August müsst ihr unbedingt ins Theater in eurer Nähe fahren, rennen und euch die weiße Rose anschauen.

01:09:07: Die nächste Folge da habe ich einen Gast der schon einmal zu Gast war eingeladen um hier noch ein kleinen Teaser mitzugeben.

01:09:15: Es wird mal wieder nachdem wir jetzt glaube ich ein halbes Jahr sehr viel gelernt haben eine Nerd-Folge geben.

01:09:22: so nenne ich es einfach mal.

01:09:23: Wir werden uns in ein Stück reinsteigern das wir beide sehr lieben Und auch nochmal die Olivia Awards Revue passieren lassen, den wichtigsten britischen Musical-Theaterpreis und die Tony Award Announcements.

01:09:37: Also wer ist dieses Jahr am Broadway als bestes Musical?

01:09:39: Beste Hauptdarstellerin

01:09:40: etc.,

01:09:40: nominiert wird auch schon bereits feststehen.

01:09:43: also ein bisschen musical season... ...zweitausend sechsundzwanzig besprechen und einmal in Into the Woods reinschauen weil wir es jetzt gerade beide in London gesehen haben.

01:09:54: Ich glaube ihr könnt jetzt erraten wer kommt Und wenn nicht, dann lasst es euch einfach überraschen.

01:10:00: Ich freue mich sehr, wenn ihr diese Folge teilt, bewertet, kommentiert und wenn ihr das nächste Mal wieder rein hört bei Musical Masterclass!

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